Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an Dorothee Elmiger für ihren Roman „Die Holländerinnen“ Carl Hanser Verlag). Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt bekannt. Elmiger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Mit dem Preis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus.
„Dieser Roman ist ein Ereignis“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Elmigers Stil sei gleichzeitig distanziert und doch fesselnd und das Buch „ein faszinierender Trip ins Herz der Finsternis“. Der Roman handelt von einer kollektiven Grenzüberschreitung im Regenwald Südamerikas. Eine Autorin berichtet in einer Poetikvorlesung von ihrer Reise in den Dschungel als Teil einer Theatergruppe. Diese ist auf den Spuren zweier holländischer Backpackerinnen, die vor Jahren dort tatsächlich verschwunden sind. Doch das Projekt läuft ziemlich aus dem Ruder: Die Gruppe wird vom Urwald nahezu verschluckt und erzählt sich verstörende Geschichten.
Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2025 gehören an: Jurysprecherin Laura de Weck (Schweizer Radio und Fernsehen), Maria Carolina Foi (Universität Triest), Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Friedhelm Marx (Universität Bamberg), Kathrin Matern (Frau Rilke Buchladen, Neustrelitz), Lara Sielmann (Deutschlandfunk Kultur), Shirin Sojitrawalla (freie Kritikerin).
„Der Deutsche Buchpreis schenkt uns jedes Jahr einen Raum zum Verweilen. Er macht sichtbar, wie vielfältig die deutschsprachige Literatur unsere Gegenwart spiegelt – mit all ihrer Ambivalenz. Jeder Roman entfaltet sich Seite für Seite, Wort für Wort, und wird von jedem und jeder Leser*in anders erlebt. In diesem Dialog zwischen Text und Leser in dürfen wir uns irritieren lassen, bestätigt fühlen oder überrascht werden. Wir dürfen nachdenken, statt sofort zu urteilen und die Literatur als Ort der Begegnung feiern“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert:
Kaleb Erdmann: Die Ausweichschule (park x ullstein, Juli 2025), Jehona Kicaj: ë (Wallstein Verlag, Juli 2025), Thomas Melle: Haus zur Sonne (Verlag Kiepenheuer & Witsch, August 2025), Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft (Ecco Verlag, März 2025), Christine Wunnicke: Wachs (Berenberg Verlag, März 2025).
Ich selbst habe den Titel des Deutschen Buchpreises 2025 noch nicht gelesen.
Liebe Leser, Sie können über folgenden Blog Rezensionen aller nominierten Bücher lesen unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen 20 Literaturblogger*innen die nominierten Titel 2025 vor.
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