Intendant: Auszeichnung und Auftrag
Heute ist das Theater Regensburg zum sechsten Bayerischen Staatstheater ernannt worden. „Eine lange Planung und Vorbereitungszeit münden in die erste Spielzeit als Staatstheater, die als Motto mit FREIHEITEN überschrieben ist. Ich bin dankbar für den gemeinsamen Weg, der über Jahre hinweg von Vielen bereitet wurde“, sagt Intendant Sebastian Ritschel, und weiter: „STAATSTHEATER REGENSBURG – das klingt nicht nur wunderbar für das Haus, die Stadt und die Menschen in der Region. Der Titel ist Auszeichnung und Auftrag zugleich – ein Auftrag, den ich als Intendant gemeinsam mit dem Haus gern annehme, um weiter in die Qualität zu investieren und das bisher Geschaffene weiter auszubauen. Dass das Haus das kann, haben die Auszeichnungen allein in der laufenden Spielzeit erneut bewiesen.“
Alle Sparten weden ausgebaut
Was das konkret für den Spielplan und somit auch für das Publikum heißt, fasst Sebastian Ritschel ebenso zusammen: „Das Programm in allen Sparten ebenso auszubauen, wie die Strahlkraft des Theaters über die Oberpfalz hinaus – diesem Auftrag kommen wir auch zukünftig nach. Auch, weil die(zu)gesicherten Mittel es uns ermöglichen, für die Beschäftigten Erleichterung und Innovation zuschaffen, die das Arbeiten auf höchstem Niveau dauerhaft möglich machen und dem in den vergangenen Jahren gewachsenen Programm auch in den Bereichen Arbeit und Personal Rechnungzu tragen.“
Neues Logo enthüllt
Mit der Enthüllung des neuen Logos an der Theaterfassade am Bismarckplatz durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder und einem Festakt unter Mitwirkung von Kunstminister Markus Blume und dem Heimat- und Finanzminister Albrecht Füracker sowie dem neugewählten Regensburger Oberbürgermeister Dr.Thomas Burger wurde der Meilenstein in der Geschichte des ehrwürdigen Regensburger Hauses gefeiert.
Stimmen aus der Politik beim Festakt

© Sylvain Guillot
Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Regensburg steigt in die Spitzenklasse der bayerischen Theaterlandschaft auf: Das Stadttheater wird zum Staatstheater. Herzlichen Glückwunsch! Das ist eine verdiente Anerkennung der künstlerischen Leistung und ein historischer Tag für Regensburg und ganz Bayern. Das Upgrade gibt mehr Möglichkeiten, Stabilität und neue Perspektiven für Künstlerinnen und Künstler. Gleichzeitig bleibt das kreative und eigenständige Profil des Hauses erhalten. Mit jährlich 700 Vorstellungen in fünf Spielstätten und 180.000 Besuchern ist das Theater ein kultureller Leuchtturm für ganz Ostbayern. Besonders stark: die Partnerschaft zwischen Stadt und Freistaat – mit einer Finanzierung, bei der bald Parität erreicht wird. Wer an Kunst und Kultur spart, spart am Ende an Demokratie – genau das wird es mit uns in Bayern nicht geben. Bayern hat nun insgesamt sechs Staatstheater. Kunst und Kultur stehen für Freiheit, Kreativität und eigenständiges Denken. Danke allen Beteiligten!“
Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume: „Regensburg erobert die Königsklasse der bayerischen Theaterwelt und schreibt Theatergeschichte. Der Titel ‚Staatstheater‘ ist der hochverdiente Ritterschlag für eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Das Theater Regensburg verbindet als Bürgerschaftstheater über 200 Jahre Tradition mit beeindruckender künstlerischer Energie, höchster Qualität und einer spürbaren Leidenschaft für sein Publikum. Der Schritt zum Staatstheater würdigt, was Publikum und Fachwelt schon lange wissen: Regensburg gehört längst zur Spitzenliga der Theaterlandschaft im Freistaat. Herzlichen Glückwunsch!“
Finanz- und Heimatminister Albert Füracker: „Herzlichen Glückwunsch zum neuen Staatstheater Regensburg – dem einzigen Staatstheater in Ostbayern und damit auf Augenhöhe mit den Häusern in München und Nürnberg! Mit seiner erstklassigen Spielstätte wird Regensburg zum kulturellen Leuchtturm der Oberpfalz und zum Magneten für Künstlerinnen und Künstler, junge Talente und Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland. Das Haus stärkt das kulturelle Leben vor Ort, erweitert das Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger und bereichert die ausgewogene Kulturlandschaft unseres Freistaates!“.
So finanziert sich das Theater
In einem ersten Schritt wird der staatliche Anteil am Betriebsfehlbedarf bereits im Jahr 2023 um 2,2 Mio. Euro auf rund 35 Prozent gesteigert. In den kommenden Jahren soll die Beteiligung des Freistaats an der Finanzierung dann – wie bei den Staatstheatern Nürnberg und Augsburg sowie künftig dem Mainfrankentheater Würzburg – sukzessive auf 50 Prozent angehoben werden. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Leuchtkraft und künstlerische Qualität des künftigen Staatstheaters weiter ausgebaut werden, wie das Kunstministerium in einer Pressemitteilung bekanntgab.
Bayerische Theatertage
Im Anschluss an die Erhebung zum Staatstheater finden die Bayerischen Theatertage statt. Das sind die Produktionen:
KAFKAS ERZÄHLUNGEN nach Franz Kafka – E.T.A. Hoffmann Theater, Bamberg
• ATMEN Schauspiel von Duncan Macmillan | Deutsch von Corinna Brocher –
Landestheater Coburg
• DIE ERBSCHAFT Ein Familiendrama nach Motiven von William Shakespeares
„König Lear“ – Landestheater Dinkelsbühl
• MUTTERS COURAGE Schauspiel von George Tabori – Theater in Kempten
• PRIMA FACIE Monolog von Suzie Miller – Theater Schloss Maßbach
• …ODER KANN DAS WEG? Lecture Performance –
Bayerische Theaterakademie August Everding, München
• BEVOR ICH ES VERGESSE Nach dem Roman von Anne Pauly – Münchner
Kammerspiele
• HEARTSHIP von Caren Jeß – Residenztheater, München
• UNSER MANN IN HAVANNA von Graham Greene, adaptiert von Clive Francis |
Deutsch von Maria Jany – Gostner Hoftheater, Nürnberg
• RUFMORD, nach dem gleichnamigen Drehbuch von Claudia Kaufmann und Britta
Stöckle – Landestheater Schwaben
• BILDER DEINER GROSSEN LIEBE von Wolfgang Herrndorf, Bühnenfassung von
Robert Koall – Theater Wasserburg
• DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER von Dietrich Garstka, in einer Fassung
von Barbara Bily und Anna Stiepani – Mainfrankentheater, Würzburg
Musiktheater:
• DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA, Musical von Marc Seitz & Kevin
Schroeder, nach dem Roman von Mark Twain. Kreative Entwicklung: Christian
Strupeck & Andreas Gergen – Theater Hof
• F(LA)MME FATALE Die Frau in den Flammen unserer Gesellschaft – Bayerische
Theaterakademie August Everding, München
• TRAIL BY JURY / GIANNI SCHICCHI Juristischer Operndoppelabend –
Landestheater Niederbayern

• SEELE FÜR SEELE Musical von Frank Nimsgern & Birgit Simmler; eine
Koproduktion der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel & des Festspielhauses
Neuschwanstein
Tanz:
• GREY – Ein Tanztheaterstück von Sophie Haydee Colindres Zühlke & Serhat
„Saïd“ Perhat – Münchner Volkstheater
• NATURA Tanzperformance von Zinada, München
Junges Theater:
• PEMBO – HALB UND HALB MACHT DOPPELT GLÜCKLICH (10+) – Stadttheater
Ingolstadt
• SOUND ON! (13 +) Tanzkonzert für alle ab 13 – Anna Konjetzky, München
• DER DACHS AT HEUTE SCHLECHTE LAUNE (4+) nach dem gleichnamigen
Kinderbuch von Moritz Petz und Amelie Jackowski – Theater Mummpitz, Nürnberg
• DIE KARTOFFELSUPPE (6+) Pfütze-Schauspiel von Marcel Cremer und Helga
Schaus – Theater Pfütze e.V., Nürnberg
Performance:
• THE LOOM OF IT ALL Performance, Netzwerk Münchner Theatertexter*innen
Digitales Theater:
• WONDERLAND AVE. Schauspiel von Sibylle Berg, hybride Inszenierung mit VR-
Brillen – Staatstheater Augsburg
Figurentheater:
• BEWOHNER Figurentheater nach den Aufzeichnungen des Psychiaters Christoph
Held. In Kooperation mit dem Theater Waidspeicher e.V. Erfurt und dem
internationalen figuren.theater.festival – Schauspiel Erlangen
Inklusives Theaterprojekt:
• THE BEGINNING. Ein Live-Theater-Science-Fiction-Film – Brachland Ensemble
Nürnberg in Kooperation mit der Lebenshilfe Nürnberg